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"Robotik lebt von extrem kurzen Iterationszyklen"

News   •   Jul 05, 2016 13:42 CEST

Produktion in Eigenregie: Magazino baut eigene Fertigungslinie für seine Kommissionier-Roboter auf.

München, Juli 2016  Mitte Juni wurde die erste eigene Fertigung von Magazino für den Kommissionier-Roboter TORU in Betrieb genommen. Wurde TORU bisher in einer kleinen Werkstatt in Handarbeit von den Konstrukteuren und Elektrotechnikern direkt in den Büroräumen von Magazino gefertigt, so stehen für die Fertigung ab sofort in einem weiteren Stockwerk im Münchener Gewerbehof in der Landsberger Straße zusätzliche 160 Quadratmeter zur Verfügung. Nachdem die Prototypenphase nun zu weiten Teilen erfolgreich abgeschlossen wurde, kann die Produktion der ersten Kleinserie starten. 

An acht verschiedenen Stationen werden die Hauptbaugruppen wie die Fahrbasis des Roboters, die Hubsäule, der Greifarm sowie die Gehäuseteile gebaut, verkabelt und zusammengesetzt. Die Hauptbaugruppen sind in weitere 15 Unterbaugruppen unterteilt. Bis zur Endmontage und Qualitätsprüfung müssen insgesamt rund 2.466 Einzelteile verbaut werden. Darunter 10 Elektromotoren für den Antrieb und den Objektgreifer sowie 25 Sensoren mit welchen TORU seine Umwelt wahrnehmen kann und damit den Parallelbetrieb mit dem Menschen ermöglicht.

Ist ein Roboter fertig montiert, kann er direkt im angrenzenden Testbereich auf Herz- und Nieren geprüft und eingerichtet werden. In der zweiten Hälfte des Raumes wurde mit gängigen Fachbodenregalen ein typisches Stückgutlager mit mehreren Regalgängen nachgebildet. Mit den 17 Regalelementen stehen nun rund 22 Regalmeter zum Testen zur Verfügung. Neben der Lagerung von Produktionsutensilien können hier also auch praktischer Weise gleich Navigation, Objekterkennung und Greifprozesse von TORU und neuen Prototypen getestet und verbessert werden.

Schuhkartons picken im eigenen Testlager: Probelauf von TORU Cube bei Magazino.

Die Entscheidung für eine eigene Produktion anstatt der Auslagerung an einen externen Dienstleister fiel relativ schnell. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit externen Fertigern und den sehr kurzen Entwicklungszeiten bei Magazino, entschied man sich für eine eigene Produktion nahe zur Entwicklung. "Robotik lebt von extrem kurzen Iterationszyklen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass wir die notwendige Geschwindigkeit und Qualität am besten immer noch im eigenen Haus erreichen" fasst es Manuel Walter, Werkstattleiter bei Magazino und Herr über die Produktion zusammen. "Außerdem ist die Kommunikation zwischen Fertigung, Test und den Konstrukteuren unschlagbar, wenn sich Alles im selben Haus befindet" ergänzt Walter.

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